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So bleibt deine Lieblingswolle schön: Wollpflege leicht gemacht

Lüften, Handwäsche, Waschmaschine, Trocknen, Knötchen und Motten: So bleiben deine selbstgestrickten Lieblingsstücke jahrelang schön.

22. August 20263 Min. LesezeitHand & Hund

So bleibt deine Lieblingswolle schön: Wollpflege leicht gemacht
Inhalt dieses Artikels
  1. Lüften statt waschen
  2. Erst auf die Banderole schauen
  3. Handwäsche Schritt für Schritt
  4. Wenn es doch die Waschmaschine sein soll
  5. Richtig trocknen
  6. Knötchen entfernen
  7. Aufbewahren und vor Motten schützen

In einem selbstgestrickten Pullover stecken viele Stunden Arbeit – da soll er natürlich lange schön bleiben. Die gute Nachricht: Wolle ist eine pflegeleichte Faser, wenn man ein paar Grundregeln kennt. Und oft ist weniger Pflege sogar die beste Pflege.

Lüften statt waschen

Wolle ist von Natur aus schmutzabweisend und nimmt Gerüche kaum an. Häufig reicht es, ein Stück über Nacht an der frischen Luft oder auf einem Bügel am offenen Fenster auszulüften. Auch Sandnes Garn empfiehlt: Wolle muss nur selten gewaschen werden, oft reicht gutes Lüften. Das schont die Fasern und spart Wasser.

Erst auf die Banderole schauen

Bevor du wäschst, lohnt sich ein Blick auf die Pflegesymbole. Sie verraten, ob ein Garn in die Maschine darf, welche Temperatur es verträgt und wie es getrocknet werden soll. Bei uns findest du die Original-Pflegesymbole der Hersteller auf jeder Garnseite.

Ein wichtiger Unterschied: Superwash-behandelte Wolle ist so ausgerüstet, dass sie in der Maschine nicht verfilzt. Unbehandelte Wolle solltest du dagegen von Hand waschen.

Hebe dir am besten eine Banderole jedes Projekts auf – dann weißt du auch Jahre später noch, wie es gepflegt werden möchte.

Handwäsche Schritt für Schritt

  • Fülle ein Becken mit lauwarmem Wasser und gib etwas Wollwaschmittel dazu
  • Lege das Stück hinein und drücke es sanft unter Wasser – nicht reiben oder rubbeln
  • Lass es kurz liegen und bewege es nur vorsichtig
  • Spüle mit Wasser derselben Temperatur nach
  • Drücke das Wasser sanft heraus, ohne zu wringen
  • Rolle das Stück in ein trockenes Handtuch ein und drücke darauf, um weitere Feuchtigkeit aufzunehmen

Wenn es doch die Waschmaschine sein soll

Erlaubt die Banderole die Maschinenwäsche, wähle das Wollprogramm mit niedriger Temperatur und geringer Schleuderzahl und wasche Wollsachen separat. Verwende ein Wollwaschmittel und verzichte auf Weichspüler – darauf weisen sowohl Lang Yarns als auch Sandnes Garn hin. Sandnes empfiehlt außerdem, handgestrickte Teile nicht im Wäschenetz zu waschen, weil die zusätzliche Reibung das Verfilzen fördern kann.

Richtig trocknen

Lege dein Strickstück flach auf ein trockenes Handtuch und ziehe es vorsichtig in Form. Nasse Wolle ist schwer: Auf einem Bügel oder einer Leine würde sie sich aushängen und ihre Form verlieren. Trockne Wollsachen außerdem nicht in der prallen Sonne oder direkt auf der Heizung – und den Trockner nur dann, wenn das Pflegesymbol es ausdrücklich erlaubt.

Knötchen entfernen

Kleine Knötchen (Pilling) entstehen durch Reibung, zum Beispiel unter den Armen oder am Rucksackgurt. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern bei weichen Fasern wie Merino oder Alpaka ganz normal. Entferne sie vorsichtig mit einem Fusselrasierer oder einem Wollkamm – zupfe sie nicht ab, sonst ziehst du Fasern aus dem Gestrick.

Aufbewahren und vor Motten schützen

Bewahre Wollsachen immer sauber auf – Motten werden besonders von getragener Kleidung angezogen. Lege Strickstücke gefaltet in den Schrank statt sie aufzuhängen. Über den Sommer schützen gut verschlossene Beutel oder Boxen. Zedernholz und Lavendelsäckchen helfen als natürliche Duftbarriere, ersetzen aber nicht das regelmäßige Lüften und Kontrollieren.

Gut gepflegte Wolle wird mit jedem Tragen schöner – und begleitet dich viele Jahre.
— Hand & Hund

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